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Die Klassenschönste wird sich verabschieden

Samstag, 19. Dezember 2009 14:55 Gebhard Roese Kommentare (0)

Die Klassenschönste ist mit viel Elan gestartet worden, in der Hoffnung, dass sich andere an unser Projekt anhängen. Das ist leider nicht der Fall, und wir wollen es uns einfach nicht leisten, die Sache weiter zu betreiben - es kostet nichts als Geld und Mühe. Wenn Sie mögen, lesen Sie in Zukunft einfach die Liebeszeitung - da geht es gelegentlich auch um Schönheit, und vielleicht (wer weiß?) kommt dann udn wann auch wieder einmal eine Klassenschönste zu Wort.

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Gedankenspiele um die Klassenschönste

Donnerstag, 4. Juni 2009 20:41 aus der schule Gebhard Roese Kommentare (0)

Im deutschen Schulsystem ist es üblich, auf eine völlig andere Schule zu wechseln, wenn man ein bestimmtes Alter erreicht hat – heute üblicherweise nach Klasse vier, früher (und auch bisweilen noch heute) aber erst nach Klasse sechs. Das bedeutet, dass die „Klassenschönsten“ nicht die Schönsten bleiben. Denn wenngleich der eigentliche Wettstreit um die Schönheit erst in der Pubertät eintritt, haben die Jungen auch in der Grundschule bereits ihre Favoritinnen.

Ein weiterer „Knackpunkt“ liegt in der Pubertät selbst. Zwar bleiben diejenigen jungen Mädchen schön, die auch schon vorher schön waren, sie bekommen aber Konkurrenz aus der Gruppe derer, die ihre Schönheit erst während der Pubertät entfalten können.

Das ist freilich noch nicht alles. Der Schulalltag bringt Klassenzusammenlegungen, integriert Zugezogene und Wiederholer und bietet deshalb keine durchgehende Garantie, die Schönste zu bleiben.

Wie war das bei Ihnen? Oder gab es gar zwei Favoritinnen für den recht unscharf definierten Platz der „Klassenschönsten“?

Schreiben sie bitte einfach an die Redaktion.
Tags für diesen Artikel: klassenschönste, konkurrenz
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Ich werbe auch mal für ... die UFA

Freitag, 15. Mai 2009 18:08 presse Gebhard Roese Kommentare (0)

Keine Frage: Wir suchen sie immer noch, die Klassenschönste - und andere suchen sie auch, zum Beispiel die UFA. Die UFA hat gerade ein Casting ausgelobt - großer Auftritt, meine Damen. Hier backen wir viel, viel kleinere Brötchen. Trotzdem hätten wir ganz gerne ein bisschen mehr Öffentlichkeit. Ob das wohl machbar wäre, Kollegen von der Presse?

Tags für diesen Artikel: klassenschönste, ufa
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Klassentreffen und Klassenschönste

Freitag, 8. Mai 2009 12:43 aus der schule Gebhard Roese Kommentare (0)

Falls Sie demnächst ein Klassentreffen haben – fragen sie doch mal nach der Klassenschönsten. Wenn Sie selbst nicht mehr wissen, wer es war – vielleicht weiß es jemand von ihren ehemaligen Mitschülerinnen und Mitschülern?

Übrigens – auch ich weiß es nur von einem Klassentreffen. Dafür habe ich eine gute Entschuldigung, denn diese Schule habe ich im zarten Alter von elf Jahren verlassen - damals bemerkte ich weibliche Schönheit noch nicht. Allerdings habe ich richtig geraten, wer einmal die Klassenschönste sein würde.

Tags für diesen Artikel: erinnerung, klassenschönste, klassentreffen
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Die Neider der Klassenschönsten

Donnerstag, 7. Mai 2009 16:23 auswirkungen Gebhard Roese Kommentare (0)

Eines der lächerlichsten Argumente, die gegen die „Klassenschönste“ vorgebracht werden, besteht darin, Schönheit sei „unverdient“. Wer so denkt, sollte sich vergegenwärtigen, dass alle Anlagen, mit denen wie auf die Welt kommen, unverdient sind. Erst die daraus entwickelten Fähigkeiten werden in der Gesellschaft honoriert, nicht aber die Anlagen selbst. Auch die Schönheit an sich bringt zunächst keine Vorteile, sondern lediglich der Umgang damit.

Was die Neider betrifft, so ist wie beim sozialen Neid: Diejenigen, die über unverdiente Schönheit schimpfen, zerfetzen sich auch das Maul über unverdiente soziale Stellungen. Dieses Verhalten ist hochgradig „bildungsfremd“, denn niemand ist auf Dauer schön oder sozial hochgestellt, der von anderen in dieser Funktion nicht anerkannt wird. Mit anderen Worten: Man macht sich seine Stellung als "schönste" oder „sozial anerkannteste“ Frau nicht selbst – wir werden vielmehr von anderen dazu erkoren.

Die Neider sind auch an einer anderen Stelle blind: Sie sehen die Vorteile, die aus bevorzugten Stellungen entsehnen, aber nicht die damit verbundenen Konflikte.

Die Frage, die allen Neidern im Munde liegt „warum sie – warum nicht ich?“, ist recht naiv. Fragt man nämlich die Personen zurück: „Gut, und was habt ihr, was sie nicht hat?“, dann erlebt man meist ein verstörtes Schweigen.

Man könnte etwas darin erkennen - nämlich dass die Schule den Begriff des „Selbstmarketing“ nicht kennt und man könnte sich fragen, ob dies nachteilig für den Menschen der heutigen Zeit in Beruf und Partnerwahl ist. Ich glaube allerdings nicht, dass man eine deutsche Schulbehörde für dieses Thema interessieren könnte.

Tags für diesen Artikel: auswirkungen, klassenschönste, konkurrenz, neid
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Sind die Klassenschönsten scheu?

Mittwoch, 6. Mai 2009 07:20 schönheiten Gebhard Roese Kommentare (0)

Gestern hatte ich Gelegenheit, das Projekt „die Klassenschönste“ zu diskutieren – und dabei wurde von meiner Gesprächspartnerin der Verdacht geäußert, dass sich die Klassenschönsten möglicherweise gar nicht melden würden. „Du, die haben bestimmt eher anderer beschäftigt“, hieß es, und meine Gesprächspartnerin meinte damit diesmal nicht die Jungs, sondern andere Mädchen der Klasse, die einen geheimen Hass auf die Klassenschönste hegten – „die schreiben sicher mehr über ihre Konkurrenz mit der Klassenschönsten als diese jemals über sich selbst schreiben würde“, war die Schlussfolgerung.

Für unser Projekt wäre deshalb auch interessant, was andere über die Klassenschönste sagen würden – und uns hier wäre jeder Weg recht, der uns auf die Spur der Klassenschönsten Ihrer ehemaligen Klasse führen würde. Wie wäre es eigentlich, wenn Sie dies einmal bei einem Klassentreffen zur Sprache brächten?

Tags für diesen Artikel: klassenschönste, klassentreffen, projekt, wettbewerb
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Wir suchen Sie: die Klassenschönsten

Dienstag, 5. Mai 2009 09:44 schönheiten Gebhard Roese Kommentare (0)

Es gibt kein Casting, keine Miss-Wahl, keinen Filmvertrag und auch sonst fast nichts zu gewinnen: Wir stehen im Moment mit leeren Händen da und wünschen uns dennoch, dass Sie (ja SIE) uns helfen.

Wir suchen, wie hier bereits erwähnt, die Klassenschönsten verschiedener Jahrgänge von den Einschulungen 1950 bis 1980 in deutschen Bundesländern. Zum Vergleich benötigen wir einige Klassenschönste, die jetzt gerade Abitur machen und über 18 Jahre alt sind.

Interessant für uns ist ausschließlich, wie Sie es damals empfunden haben, die klassenschönste zu sein, welche Entwicklung Sie seit dem Verlassen der Schule genommen haben und ob und in welcher Weise Ihnen geschadet oder genutzt hat, dass Sie die Klassenschönste waren oder sind. Auf Wunsch behandeln wir alle Angaben vertraulich.

Diejenigen von Ihnen, bei denen wir die Angaben nicht anonymisieren müssen und von denen wir Fotos veröffentlichen dürfen, werden wir mit einem „Treffen der Klassenschönsten“ in einer europäischen Großstadt belohnen, falls wir mindestens 20 Teilnehmerinnen haben werden und die erforderlichen Sachleistungen von Sponsoren bereitgestellt werden. Derzeit hoffen wir, dass sich entsprechende Reiseveranstalter oder Hoteliers an unserem Projekt beteiligen. Eine Garantie dafür kann im Moment aber noch nicht abgegeben werden.

Unabhängig davon werden Sie die Freude erleben, Ihre Geschichte einmal erzählen zu können und damit an die Öffentlichkeit gehen zu können. Wir werden für die Grundlagen ein etwa 10-Minütiges Telefongespräch benötigen, für ein komplettes Interview, für das wir und innerhalb dieses ersten Gesprächs entscheiden würden, sollten sie etwa 30 Minuten vorsehen.

Alle Anfragen werden diskret behandelt. Ihr Name wird nur dann genannt, wenn Sie es ausdrücklich wünschen.

Bitte wenden Sie sich per Email an: oder die im Impressum angegebene Adresse.
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Tags für diesen Artikel: belohnung, klassenschönste, sponsoren, suchen
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Wie die Klassenschönste wirkt

Dienstag, 5. Mai 2009 08:00 auswirkungen Gebhard Roese Kommentare (0)

Das Besondere an der Klassenschönsten im Gegensatz zu allen anderen Phänomenen in Schulklassen besteht in der Tatsache, dass genau dieses Mädchen für Veränderungen sorgen wird, die völlig ungeplant waren und die dennoch oft tief greifende Auswirkungen auf die kybernetischen Prozesse haben, die innerhalb der Klassengemeinschaft wirksam werden. Das Aufblühen ihrer Schönheit und die Bestätigung, die sie dafür bekommt, verändert das Verhalten der Klassenschönsten gegenüber den Jungen, aber auch gegenüber den Mädchen. Sie wird mit neuen Qualitäten von Ablehnung und Zuneigung konfrontiert, auf die sie sich erst einstellen muss.

Es ist ein Trugschluss, anzunehmen, dass die Klassenschönste die Lehrerschaft, insbesondere deren männlichen Teil, unbeeindruckt lässt, denn auch hier werden psychokybernetische Prozesse wirksam. Die Watzlawicksche Theorie der Kommunikation besagt ja, dass man nicht „nicht kommunizieren“ kann. Versucht also eine männliche Lehrkraft, die Wirkung der Schönheit krampfhaft zu ignorieren, so entstehen allein daraus Kommunikationsprozesse, die unterschwellig ablaufen und zu Fehlreaktionen führen können. Zum besseren Verständnis: „ich benote sie besser, weil sie schön ist“ entspringt dem gleichen Muster wie „ich benote sie schlechter, um mir nicht anmerken zu lassen, wie ihre Schönheit auf mich wirkt“.

Ob die Klassenschönste eine Bedeutung erlangt, die über die Klasse hinaus geht, ist stets unsicher. In der Regel wirkt sie auf Schüler der nächsthöheren Klassen noch weitaus stärker als auf die unmittelbaren Mitschüler, was abermals Auswirkungen auf die sozialen Prozesse innerhalb der Schule haben kann – beim Austritt aus der Schulzeit sind diese dann aber weitgehend verpufft.

Wirklich interessant wird die Wirkung der Klassenschönste deshalb erst, wenn sie über die Schule hinaus ins öffentliche Leben ausstrahlt – und dabei ist es mit der Schönheit alleine nicht getan. Was musste also noch dazu kommen? Welche Auswirkungen hatte es auf die Berufs- und Partnerwahl, einmal die Klassenschönste gewesen zu sein? Konnte man aus den ersten Erfahrungen damit, einmal die Schönste gewesen zu sein, etwas lernen?

Wir hoffen, mit unserem Projekt eines Tages Antworten darauf zu finden.

Tags für diesen Artikel: auswirkungen, klassenschönste, kybernetik, lehrer, projekt
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Konkurrenz der Klassenschönsten

Montag, 4. Mai 2009 10:10 auswirkungen Gebhard Roese Kommentare (0)

Die Schule fördert einerseits die persönliche Konkurrenz untereinander, versucht andererseits aber auch, Menschen zu gemeinschaftlichem Handeln zu motivieren. Letztendlich geht es im Leben weder um das Eine noch um das Andere: Wichtig ist vielmehr, im rechten Moment die Eigenschaften einzusetzen, die am Nützlichsten sind.

Es dürfte klar sein, dass es unmöglich ist, den Wettbewerb um die „Klassenschönste“ zu ignorieren – er wird unter den beteiligten Mädchen einerseits selbst ausgetragen, andererseits legen auch die Jungen der Klasse Maßstäbe fest, anhand derer sie die Mädchen der Klasse beurteilen – und Schönheit ist dabei eine wichtige Komponente. Wer hier mit Gleichmacherei kommt, etwa nach dem Motto „wird sind alle schön“, der ignoriert als Pädagoge, dass im Geheimen dennoch ausgewählt und bewertet wird.

In vielen Schulklassen gibt es durchaus mehrerer Mädchen, die als „Klassenschönste“ in Frage kommen, und ob und wie sie untereinander konkurrieren, hängt so gut wie ausschließlich von ihren Persönlichkeiten und Entwicklungen ab. Diejenigen, die immer schon schön waren und es auch wissen, lassen sich kaum von Konkurrenz beeindrucken, während die Mädchen, die erst während der Pubertät zu weiblichen Schönheiten aufblühen, erst einmal damit umgehen lernen müssen. Bei ihnen ist wesentlich wahrscheinlicher, dass sie das neu gewonnene Terrain verteidigen wollen. Daraus können die berühmten „Zickenkriege“ entstehen oder auch die weniger bekannte „Stutenbissigkeit“, bei der es zumeist nicht ausschließlich um die Schönheit, sondern zudem um die Führerschaft in der Gruppe der Frauen geht.

Wie bereits eine oberflächliche Analyse zeigt, wird der „Klassenschönsten“ der Erfolg oft deswegen nicht gegönnt, weil sie ihn ohne erkennbare eigene Leistung erworben hat. Die ist insbesondere in Gymnasien der Fall, in denen lediglich skalierbare Leistungen zählen, während Erfolge, die ohne eigene Leistung erzielt werden, zumeist gar nicht honoriert werden. Die Klassenschönste muss also damit rechnen, wegen des angeblichen „unverdienten“ Erfolgs verachtet zu werden.
Tags für diesen Artikel: erfolg, klassenschönste, konkurrenz, leistung, projekt, unverdient, wettbewerb
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Klassenschönste: Ist nach nur zehn Jahren der Lack bereits herunter?

Samstag, 2. Mai 2009 12:35 presse Gebhard Roese Kommentare (0)

Das T-Online Portal „Echtaktiv“ hat unsere Aktion freundlicherweise bei der Liebepur verlinkt. Dazu sagen wir vielen Dank und senden auch von hier aus einen Link auf die Seite „Echtfrau“.

Die Prognose dort: Der Lack von der „Klassenschönsten“ ist schon nach zehn Jahren heruntergewaschen. Zitat:

„Die Schönste der Schönen trägt heute eine Muttifrisur, ist mächtig aus dem Leim gegangen und ihr Gebiss vergilbt wie eine alte Fotografie.“

Nun, hoffen wir einmal, dass es nicht allen so gegangen ist, und weil wir gerade beim Fragen sind: Wie war das eigentlich in Ihrer Klasse?
Tags für diesen Artikel: klassenschönste, verlinkung
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Schönheit, Sozialkompetenz und Intellekt

Freitag, 1. Mai 2009 16:25 Gebhard Roese Kommentare (0)

Eine der ständigen Fragen, die an uns gestellt wurden, bevor wir das Projekt „Klassenschönste“ aus der Kiste ließen, war diese: „Warum suchen Sie sich ausgerechnet die Klassenschönste heraus? Warum nicht die Klassenbeste oder die Klassensprecherin?“

Die Antwort ist sehr einfach: Weil wir bei der Klassenschönsten am ehesten auf eine Person stoßen, die aus der Masse herausragt und dies auch weiß, die aber keinen besonderen sozialen, intellektuellen oder familiären Hintergrund benötigt, um als „Klassenschönste“ zu gelten. Dies ist bei den anderen Personen, die zur Wahl standen, ganz anders: Bei der Klassensprecherin vermuten wir eine höhere soziale Kompetenz, bei der Klassenbesten einen entsprechenden familiären Hintergrund. Lediglich die Klassenschönste erlaubt uns, auf eine Person zurückzugreifen, die ihre bevorzugte Stellung nicht einem bestimmten Hintergrund verdankt.

Zudem erinnern sich viele Menschen an die Klassenschönste, sodass wir auch hoffen, dadurch mehr Resonanz zu erreichen. Was wir wirklich spannend fänden, wäre die Möglichkeit, ob Kompetenz und Schönheit gelegentlich zusammengekommen sind.
Tags für diesen Artikel: intelligenz, klassenbeste, klassensprecherin
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Das Projekt Klassenschönste

Donnerstag, 30. April 2009 17:38 projekt Gebhard Roese Kommentare (0)

Nichts ist in Deutschland schlechter dokumentiert als die persönliche Welt der Menschen in den 1950er und 1960er Jahren – und insbesondere auf die Jugend jener Jahre fiel immer nur ein fahles Licht, bis sie sich gegen 1968 gewaltsam den Weg in das Bewusstsein der Mächtigen bahnte.

Anhand unseres Projekts „Klassenschönste“ wollen wir die 1950er, 1960er und 1970er Jahre ein wenig aufarbeiten, und zwar im Sinne der Menschen, nicht im Dienste einer Soziologie, die von oben auf uns herabblickt wie ein Insektenforscher auf einen Ameisenhaufen. Damit wird dies subjektive Sicht beibehalten, haben wir uns für eine einzige Person in den Schulen entscheiden, die wir befragen wollen: die Klassenschönste. Die Aspekte unseres Vorhabens sind vielfältig: Sie reichen von der allgemeinen Situation der Jugend in Schule und Ausbildung über die Einflüsse der „Schönheit“ auf Erfolg und Musserfolg im späteren Leben bis hin zu Aspekten der Jugendsexualität im Rahmen der Koedukation.

Wen wir als „Klassenschönste“ suchen

Wir suchen Frauen der Einschulungsjahrgänge 1950 bis 1980, also Personen, die heute zwischen etwa 65 und 35 Jahre alt sind. Wir benötigen diesen Abstand, um eine gesicherte Aussage über den Nutzen der „Schönheit“ in der Schule für das spätere Leben zu bekommen. Es ist nicht nötig, dass Ihre Klasse eine Abiturklasse war, gefragt sind:

- Hauptschüler
- Realschüler
- Gymnasiasten, die in Klasse 10 die Schule verlassen haben
- Abiturenten
- Berufsschüler

Wir suchen zudem eine sehr kleine Vergleichsgruppe von Frauen, die im Moment gerade das Abitur machen oder eine Berufsschule abschließen. Sie müssen über 18 Jahre alt sein, um teilnehmen zu können.

Was wir fragen werden

Wir werden mit allen Teilnehmerinnen ein 10-minütiges Telefoninterview führen, indem einige wichtige Fragen zur Person gestellt werden. Erscheint uns die Lebensgeschichte besonders interessant, so werden wir die Personen um ein weiteres Gespräch bitten, ansonsten gehen die Daten nur anonymisiert in die Statistiken ein, die wir erstellen werden.

Wir erwarten, dass wir das Projekt bis Mitte 2010 angeschlossen haben. Alle Teilnehmer erhalten dann die ausführlichen Ergebnisse. Wir würden gerne mit etwa 30 Teilnehmerinnen ausführliche Gespräche führen, die dann als zeitgeschichtliche Dokumente veröffentlicht werden sollen.

Hier werden wir Sie ständig über den Verlauf des Projekts informieren und wir werden Fragen beantworten, die an uns gestellt werden.

Für Sie persönlich ist mit der Teilnahme kein Risiko verbunden – Ihre Daten werden auf Wunsch anonymisiert. Sie können aber auf Wunsch auch mit Ihrem vollen Namen und einem Foto an die Öffentlichkeit treten – es wäre sehr nett, wenn dies einige von Ihnen auch wirklich tun würden.

Bitte wenden Sie sich per Email an: oder die im Impressum angegebene Adresse.
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