Eine der ständigen Fragen, die an uns gestellt wurden, bevor wir das Projekt „Klassenschönste“ aus der Kiste ließen, war diese: „Warum suchen Sie sich ausgerechnet die Klassenschönste heraus? Warum nicht die Klassenbeste oder die Klassensprecherin?“
Die Antwort ist sehr einfach: Weil wir bei der Klassenschönsten am ehesten auf eine Person stoßen, die aus der Masse herausragt und dies auch weiß, die aber keinen besonderen sozialen, intellektuellen oder familiären Hintergrund benötigt, um als „Klassenschönste“ zu gelten. Dies ist bei den anderen Personen, die zur Wahl standen, ganz anders: Bei der Klassensprecherin vermuten wir eine höhere soziale Kompetenz, bei der Klassenbesten einen entsprechenden familiären Hintergrund. Lediglich die Klassenschönste erlaubt uns, auf eine Person zurückzugreifen, die ihre bevorzugte Stellung nicht einem bestimmten Hintergrund verdankt.
Zudem erinnern sich viele Menschen an die Klassenschönste, sodass wir auch hoffen, dadurch mehr Resonanz zu erreichen. Was wir wirklich spannend fänden, wäre die Möglichkeit, ob Kompetenz und Schönheit gelegentlich zusammengekommen sind.